Freitag, 30. April 2010

Auto

Unser Auto musste zum Service und seine Sommerreifen wiederbekommen. Dies geschah in Jönköping, wo wir es hinbrachten. Wir hatten viel auf dem Einkaufszettel, wenn wir schon dort sind sollten so viel Dinge wie möglich erledigt werden können. Da die Baustofffirmen im Industriegebiet sind, dachten wir wir leisten uns mal den Luxus und buchen gleichzeitig mit der Inspektion auch einen Leihwagen für umgerechnet 35,- €.
Auto abgeben, zu Eurocar und den Leihwagen abholen - per Zufall frage ich wieviel das kostet. Antwort 67,- €!! Hatten keinen kleinen Wagen in der angebotenen Preisklasse bla bla bla, einfach nur ärgerlich und der Preis mit Abstand zu hoch.
In Jönköping fahren Busse! Wir also mit dem Bus ins Industriegebiet und dort schnell gemerkt, dass die Wege, die man sonst mal eben mit dem Auto zurücklegt, ganz schön lang sind zu Fuß mit normalen netten Schuhen. Wir haben tapfer alles erledigt, zurück halbe Strecke auch zu Fuß, weil wir bei Ikea essen wollten. Puh, dort waren unsere Füße entgültig rund.
Unterwegs fiel uns ein, dass wir ja unsere Fahrräder von zu Hause hinten am Auto hätten mitnehmen können! Man, dass wir daran nicht gedacht hatten, blöd.
Etwas ausgeruht zum Bus und zur Werkstatt - Auto wäre erst in 1 Stunde fertig. Beim Dummrumstehen und Überlegen was wir machen sahen wir ein Angebot der Werkstatt:
"Wenn Sie Ihr Auto zum Service hierhin bringen, leihen wir Ihnen in der Zwischenzeit gerne kostenlos ein Fahrrad aus. Der Helm dazu ist ebenfalls kostenlos".
Was soll ich hier noch schreiben? Wie doof wir uns angeguckt haben?
Zum guten Abschluss haben wir uns die Räder geliehen und eine schöne Tour dort am See entlang gemacht bis das Auto zu unserer Zufriedenheit und angebrachten Preis fertig war. Viel gelernt ;-)

Mittwoch, 14. April 2010

Die Sonne scheint wie verrückt, es liegen nur noch ca. 5qm Schnee hier und da rum. Wir kratzen den Winterpelz von der Gartenoberfläche...
und Christoph die Schuppen vom Hecht, den er selbst....ge...schenkt bekommen hat.


Lovis ist läufig und wir werden belagert! Verteidigung ist angesagt. Aber der Kontakt zu Nachbarschaft wächst. Hunde sind doch sehr nützlich.

Freitag, 9. April 2010

Ostern und jetzt

An alle Leser (sehr) nachträglich ein frohes Osterfest!

Seit dem letzten Eintrag bis heute hat es gedauert, bis all der Schnee geschmolzen ist. Es ging schön kontinuierlich ohne große Überschwemmungen bei uns. Tagsüber immer plus Grade und nachts nicht mehr so kalt. Was alles zu Tage kommt, das 3 Monate unter der Schneedecke bedeckt war!

Zu Ostern war die ganze Familie hier versammelt. Martin und Lena sind mit meinem Vater mit dem Auto hier hin gekommen. Johanna hatte eine Freundin zu Besuch in Borås und die beiden sind auch noch am 1. Ostertag gekommen.

Nun sind fast alle wieder weg. Johanna bleibt ca. 1 Woche hier. Sie ist bereits mit ihren Vorlesungen fertig und schreibt nun ihre Masterthesis.

Schwedisch lernen, Reiten, viel Schreibtischarbeit, jeden Tag in die Natur und jetzt auch endlich wieder in den Wald, im Garten die ersten Tätigkeiten und Christoph überlegt seine ersten Außenarbeiten am Haus - wir sind rundum gut beschäftigt und warten auf den Frühling.

Donnerstag, 18. März 2010

jetzt aber!




Seit gestern hat uns nun auch endlich der warme Südwestwind erreicht und es taut zusehndst.
Einzelne Schneehaufen halten sich wacker an vereinzelten Stellen auf den Bäumen. Alle anderen Bäume sind schneefrei und warten auf den Frühling!!

am nächsten Morgen!








Auf einem der folgenden Spaziergänge wären Lovis und ich beinah mit einem Reh "zusammengestoßen". Wegen der Höhe des Schnees laufen die Tierchen hauptsächlich auf den Straßen. Es kostet sie sehr große Kraft, durch den hohen Schnee zu kommen und viele sind sehr geschwächt, weil sie nicht an Wasser kommen.

Montag, 1. März 2010

...und seit letzter Nacht schneits wieder!!

Seit letzter Nacht schneit es wieder und hört bis heute Abend nicht auf. Auf den angetauten Schnee kamen 30cm Neuschnee. Es ist total glatt auf der Straße. Der Wind hat zugenommen und den Schnee stark verweht. Von allen Seiten Schnee!!!!!

Freitag, 26. Februar 2010

Es taut!!



Hilfe, in Schweden ist es im Augenblick livsfarligt!!! Es taut und Schneemassen samt Eiszapfen rauschen von den Dächern. In Aneby wird mit Hilfe von Kranwagen an gefährlichen Stellen die Dächer vom Schnee befreit.

kommt jetzt der Frühling????

Donnerstag, 25. Februar 2010

Kultur gibt es auch


Wir sind hier zwar fast wie in so einen Winterschlaf gefallen aber die Kultur vernachlässigen wir nicht!
Wir haben vor Weihnachten ein Konzert schwedischen Pop Sängerin Laleh in Göteborg besucht.
Ich habe das Programmkino in Aneby entdeckt und mir den Film über Coco Chanels Leben angeschaut.
Der Jazz Club Aneby feiert 50 jähriges Bestehen dieses Jahr und lädt gute Künstler ein. Auch hier haben wir schon zwei Konzerte besucht - Red Hot Jazz Band mit dem Sängertrio The Rhythm Boys und das zweite mit Monica Borrfors die an dem Abend Lieder der Jazzsängerin Monica Zetterlund interpretierte "Monica sjunger Monica"
Jetzt am Samstag fahren wir nach Eksjö und werden Johan Karlzon lauschen, bin schon gespannt!

Samstag, 6. Februar 2010

Zufall, man glaubt es nicht!



Seit 3 Wochen gehe ich regelmäßig einmal pro Woche Reiten!
Der Zufall wollte es, dass eine ehemalige Mitstudentin und Freundin von Lena aus Emmen hier ganz in der Nähe von uns in einen Hof eingezogen ist. Sie hat ihr eigenes Pferd mitgebracht und auf dem Hof wohnen bereits 3 weitere Tinker. Dies ist eine Pferderasse, die häufig zu Therapiezwecken für Behinderte Menschen eingesetzt wird, weil sie sehr ruhig und gelassen ist. Sie eignet sich ebenfalls sehr gut fürs Wanderreiten wegen ihrer hohen Trittsicherheit.
Hier kann ich nun meine Reitkünste, die ich bislang leider viel zu selten weiterüben konnte weiterüben. Und da ich mit der Zeit auch nicht jünger geworden bin, ist das Zutrauen nicht gewachsen sondern eher die Angst und die Vorsicht. Letzteres beides ist sehr gut bei Ines und auf John aufgehoben.
Nun genieße ich diesen wunderbaren Winter auch noch zu Pferd auf dem wöchentlichen Ausritt durch den Wald, durch den man zu Fuß wegen der Schneehöhe von bis zu 60cm nicht durchkommt.


Nach über 1 Stunde war ich ganz schön durchgefroren - aber glücklich zufrieden!!!

Freitag, 29. Januar 2010

sehr viel Schnee auch in Schweden

Ich komme mit dem Schreiben gerade nicht ganz hinterher. Es sieht jeden Tag anders aus und ich fotografiere rund um mich herum und komme gar nicht dazu, sie zu veröffentlichen. Ich bitte um Nachsicht.

Der Schnee kam angesagt am Mittwoch auf einmal aus den Wolken raus. 35cm!! Gestern abend hat es noch einmal 5cm gegeben.


Am Nachmittag hatte wir den fast schon obligatorischen Stromabbruch, der bis Donnerstag Vormittag dauerte. Uns geht es dabei gut, wir haben Kerzen genug, Holz, den Reisigofen in der Küche zum Kochen und an Wasser kommen wir auch - entweder Brunnen aufmachen oder schneeschmelzen. Eingekauft haben wir auch immer genug. Ein wunderbares Gefühl, fast Luxus, nicht wegzumüssen und so eine "Widrigkeit" genießen zu können.

Wir sind hier die letzte kleine Region mit Freileitungen, die schneebeladenen Bäume hängen über den Leitungen und bei Berührung gibt es Kurzschluss.
Die Männer vom Stromwerk mussten ganz schön durch den hohen Schnee stapfen!



Vor dem dicken Schnee bekamen wir bestelltes Holz:


...wir haben die 8m Holz nicht sofort in den Keller verfrachten können und nun sieht es so aus:


nun hat sich das Wetter wieder beruhigt, hin und wieder kommt noch eine Schneewolke aber die Sonne zeigt sich endlich mal wieder





und zur Belohnung nach dem Holzreinholen gabs einen schönen Schnee-Sonnen-Spaziergang mit Lovis, die auch ihren Spaß hatte, seht selbst:

und noch lichter!!!!!

12.30

Es wird deutlich heller, der Sonnenstand steigt und steigt.

Licht - lichter - ...


31.12.2009







11.30



9.30

10.30

Sonntag, 17. Januar 2010



Ja, manchmal glauben wir, wir sind hier im Tierpark - sitzen hinter den Fenstern und schauen draußen die Tiere an.

Mittwoch, 13. Januar 2010

Alltag ist eingekehrt, Alltag??



Seid Montag ist der Alltag wieder eingekehrt nach vielen Besuchen der Kinder, vielen Spaziergängen, Unternehmungen, am Tannenbaum sitzen mit brennenden Kerzen, vielen Überlegungen, sehr viel gutem Essen und noch mehr Naschereien. Aber nur bei uns im Haus ist der Alltag eingekehrt, mit Saubermachen und Schreibtischarbeiten denn draußen spielt sich Tag für Tag ein zauberhaftes Wintermärchen ab. Es ist so unbeschreiblich schön, dass es unwirklich wirkt und wir uns immer wieder kneifen müssen, dass es die Wirklichkeit da draußen ist. Überzeugt euch selbst


Familienwinterspaziergang zu den



Quellen mitten im Wald, die wir schon letzten Sommer
besuchten

Sonntag, 3. Januar 2010

Prost Neujahr!!

Ett Gott Nytt År
Ein gutes Neues Jahr

Ich wünsche allen Gesundheit, Fröhlichkeit, neue Erlebnisse und viel Erfolg und Erfüllung bei euren Tätigkeiten.

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Flyttnings gröt

An einem der nächsten Abende kamen unsere Nachbarn zu uns mit vollgepackten Tüten:
Zu unserem nun offiziellen Einzug brachten sie uns flyttnings gröt mit, was soviel wie Einzugs Grütze/Brei (Milchreis) heißt. Dazu gab es Brot, gekochten Schinken und Senf.
Wir freuen uns, dass wir hier in das Ritual einbezogen wurden.

Sonntag, 15. November 2009

Wir sind angekommen

Um diesen Abschnitt zu beenden und wieder im Jetzt zu schreiben füge ich an diesem Tag noch hinzu, dass wir seit dem 1. November hier richtig angekommen sind!!

Wir vermissen alle Freunde, doch wir fühlen uns hier wohl.

Wir freuen uns über eure Besuche, Mails, Briefe und Anrufe und wir freuen uns auf die Treffen mit euch, wenn wir hin und wieder in Deutschland sind.

Der letzte Sommer in Hollage

Es war der letzte Sommer in unserem Haus an der Hansastraße in Hollage.

Es beschäftigten uns viele Gedanken, was wird aus dem Haus, den Erinnerungen, was kommt auf uns zu, tun wir das Richtige? Wir standen nun kurz davor, unseren großen Wunsch nach Schweden umzuziehen verwirklichen zu können.

Dieser Sommer war voller Hin und Hers, ob wir nun untervermieten oder Nachfolger finden oder nach unserer Kündigung 1 Jahr Zeit haben aber auch noch Miete zahlen müssen. Sehr plötzlich kam dann die Entscheidung, dass das Haus zum 1. November an den Nachbarn verkauft wird . Das hieß für uns wieder umdenken, weil nun im Prinzip alles raus, samt Küche und anderer Ein- und Umbauten, die wir vornahmen (bei den anderen Varianten hätte mehr oder weniger Mobiliar und Einbauten drinbleiben können). Wir brauchten allerdings
nicht alles gleich in einem Umzugswagen hier mit hinnehmen, da Einiges bei
meinem Vater untergestellt werden kann. Dort ist nun auch unsere deutsche Adresse.
So können wir die Reste nach und nach mitnehmen.
Um hier unser Ferienhaus in ein "richtiges" zu Hause umeinzurichten wollten wir doch so viel
Sachen wie möglich gleich hier haben. Also haben wir unseren Wohnwagen im Laufe des Sommers und Herbsts 3 mal beladen und sind rauf gefahren - war die preislich günstigste Variante.
Eine Haushaltsauflösung gab es, viel Geräume und Gepacke, zwischendurch einige
Fahrten hier hoch usw.

Zu allen Turbulenzien hinzu kam die Entscheidung, dass Johanna in Borås hier in Schweden ihren Master macht - Auto voll gemacht und sie hin gebracht.


Nun haben uns hier in den letzten Wochen eingerichtet.

Es war ein Sommer der Entscheidungen, Beschlüsse, neuen Schritten, vieler
Familiengespräche, der Geduld, vieler Tränen, Bewußtsein und Abschied (nicht
von Freunden), des vor der Wand stehen, wie es weitergehen soll und neuer
Einsichten.

Sonnenuntergänge




Trotz Umzugstress blieb auch in Hollage die Aufmerksamkeit für schöne Momente und Sonnenuntergänge.

Tagebuchsympftom

Endlich schreibe ich wieder!
Das kennen wahrscheinlich viele, dass man einmal aufgehört, schwer wieder in das regelmäßige Schreiben reinkommt. Aber nun ist der Anfang wieder gemacht und meine kleinen Berichte über unseren Alltag und unsere Erlebnisse geht weiter.